Illustration: KI-erstellt
Regenbogenlicht vor Kölner Skyline
Bislang gehen die Polizeibehörden in NRW unterschiedlich mit dem Thema um. Aufgaben, Zuständigkeiten und personelle Ausstattung der Ansprechstellen sind nicht einheitlich geregelt. Die neue Stelle soll Fachwissen bündeln, den Austausch zwischen den Behörden verbessern und bei rechtlichen Fragen unterstützen.
„Sicherheit entsteht nicht alleine durch Polizeiarbeit. Sie entsteht vor allem durch Vertrauen“, erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU).
„Alle Menschen müssen darauf vertrauen können, dass sie Schutz erfahren, wenn sie bedroht und angegriffen werden – unabhängig davon, wen sie lieben, wie sie sich identifizieren oder wie sie sich selbst verstehen.“
Ziel sei es, aus den bestehenden Ansätzen einen gemeinsamen Standard für die Polizei in NRW zu entwickeln.
Mehr Wissen, bessere Zusammenarbeit
Ein Schwerpunkt liegt auf der Aus- und Fortbildung. Queerfeindliche Gewalt, Opferschutz und Prävention sollen künftig systematisch in der Polizei vermittelt werden. Auch die Zusammenarbeit mit der queeren Community und ihren Interessenverbänden soll gestärkt werden. Zugleich soll die Stelle Anlaufpunkt für queere Polizeibedienstete sein.
Köln übernimmt dabei eine Vorreiterrolle: Bereits 2023 setzte das Polizeipräsidium mit Kriminalhauptkommissar Thorsten Helmers als erste Behörde in NRW einen hauptamtlichen LSBTIQ*-Beauftragten ein. In anderen Polizeibehörden werden vergleichbare Aufgaben bislang überwiegend nebenamtlich wahrgenommen.