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Intergeschlechtlichkeit / inter*

Intergeschlechtliche Kinder wurden über Jahrzehnte operiert, um einen medizinisch nicht notwendigen Eindeutigkeitswunsch zu erfüllen – meist ohne dass sie später erfuhren, was mit ihnen geschehen war.

Was ist damals passiert?

Eingriffe an Säuglingen und Kindern, um einen eindeutigen Körper herzustellen. Dazu Hormonbehandlungen, Untersuchungen vor Publikum, verschwiegene Diagnosen. Viele Betroffene erfuhren erst als Erwachsene, dass es Akten über sie gibt – wenn diese nicht längst vernichtet waren.

Was ist heute geregelt?

Operationen an inter Kindern ohne Einwilligung sind eingeschränkt, und es gibt einen dritten Geschlechtseintrag. Die Verbände sagen: Das reicht nicht. Offen bleiben Aufbewahrungsfristen für Akten, Entschädigung und die Frage, welche Eingriffe als medizinisch notwendig durchgehen.

Warum wird das oft mit trans* verwechselt?

Weil beides Geschlecht betrifft und beides von derselben Seite bekämpft wird. Es ist trotzdem verschieden: Intergeschlechtlichkeit beschreibt körperliche Merkmale, trans* die Geschlechtsidentität.

Auch dazu: Gender, Transphobie, Medizin, LGBTIQ*

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