Foto: www.peachykings.com
Peachy Kings, Bob Mizer
Bob Mizer (27. März 1922 – 12. Mai 1992) gehört zu den prägenden Figuren der schwulen Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Mit der 1945 gegründeten „Athletic Model Guild“ (AMG) und dem von ihm herausgegebenen Magazin „Physique Pictorial“ sorgte er für schwule Sichtbarkeit und Vernetzung, brachte die schwule Bewegung voran und begeisterte zugleich Liebhaber schöner Männer mit seiner Kunst.
In einer homophoben Zeit, in der gleichgeschlechtliches Begehren gesellschaftlich geächtet und vielfach unsichtbar gemacht wurde, entwickelte Bob Mizer eine eigene Bildsprache des schwulen Begehrens: sinnlich, körperbewusst und zugleich von den Zwängen der Zensur geprägt. Seine Fotografien machten den männlichen Körper zum Schauplatz einer Identität, die sich erst allmählich öffentlich zu behaupten begann und trugen damit entscheidend dazu bei, das visuelle Vokabular schwuler Selbstwahrnehmung zu formen. Während sein Zeitgenosse Tom of Finland (8. Mai 1920 – 7. November 1991) seine idealisierten und sexualisierten Männerfantasien zeichnete, konzentrierte sich Bob Mizer auf die Fotografie. Auch waren seine Motive (anfangs!) nicht eindeutig als homosexuell zu erkennen, oft waren sie in den ersten Jahren auch noch züchtig bedeckt oder einfach „natürlich“ erotisch inszeniert.
Peachy Kings aus den USA veröffentlichen in diesem Jahr einen großartigen Bob-Mizer-Kalender: den „VINTAGE LEATHER CALENDAR 2027 – 12 MONTHS OF RETRO PHOTOS OF LEATHERMEN & MOTORCYCLES“. Entstanden ist das Wandschmuckstück in enger Zusammenarbeit mit dem Bob Mizer Museum.
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