Foto: © rbb / Salzgeber
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Filmszene aus „Jungs vom Lande“, der Film läuft am 14. Juli um 23:50 im rbb.
Wenn der Dienstagabend in den Sommermonaten langsam in die Nacht übergeht, öffnet das rbb Fernsehen den Blick auf sieben queere Filme: Vom 14. Juli bis 18. August läuft jeweils ab 22:15 Uhr ein Werk, das unterschiedliche Perspektiven auf Identität, Begehren und gesellschaftliche Zugehörigkeit entfaltet. Sechs der sieben Filme feiern dabei ihre deutsche Fernseherstausstrahlung. Im Anschluss stehen sämtliche Titel jeweils 30 Tage lang in der ARD Mediathek zum Abruf bereit.
Mit einem französischen Double Feature eröffnet der Sender am 14. Juli seine diesjährige Filmreihe. Den Auftakt bildet um 22:15 Uhr Alice Douards Langfilmdebüt „15 Liebesbeweise“, ein ebenso berührendes wie politisches Drama über Elternschaft, Liebe und staatliche Anerkennung. Im Paris des Jahres 2014 bereitet sich die Tontechnikerin und DJ Céline (Ella Rumpf) auf die Geburt ihres ersten Kindes vor – obwohl sie selbst nicht schwanger ist. Während ihre Frau Nadia (Monia Chokri) die gemeinsame Tochter erwartet, verlangt die französische Adoptionsbürokratie von Céline den Nachweis ihrer Elternschaft: 15 persönliche Briefe aus dem Freundes- und Familienkreis sollen belegen, dass sie ihr Kind liebt und ihrer Rolle als Mutter gerecht wird. Ausgehend von eigenen Erfahrungen erzählt Regisseurin Alice Douard mit feinem Gespür davon, wie sich intime Lebensentscheidungen und gesellschaftliche Wirklichkeit überlagern. So entsteht ein sensibles Porträt queerer Familien, das von den herausragenden Darstellungen Ella Rumpfs und Monia Chokris getragen wird.
Direkt im Anschluss, um 23:50 Uhr, folgt mit Gaël Lépingles „Jungs vom Lande“ ein atmosphärischer Episodenfilm über drei junge Männer in der französischen Provinz. Zwischen flirrender Sommerhitze, unerfüllten Sehnsüchten und flüchtigen Begegnungen entwirft Lépingle ein eindringliches Bild queeren Lebens jenseits der Metropolen. Beide Filme sind am 14. Juli als deutsche Erstausstrahlung zu sehen; „Jungs vom Lande“ läuft in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. An den folgenden Dienstagen setzt rbb QUEER die Reihe mit weiteren internationalen Arbeiten fort: „Below Her Mouth“ von April Mullen (21. Juli), „Viet und Nam“ von Trương Minh Quý (28. Juli), „Sad Jokes“ von Fabian Stumm (4. August), „Chuck Chuck Baby“ von Janis Pugh (11. August) sowie „Drei Kilometer bis zum Ende der Welt“ von Emanuel Pârvu (18. August).
Unmittelbar vor jeder Ausstrahlung führt Filmkritiker Knut Elstermann in die Werke ein und ordnet sie mit Hintergrundinformationen zu Entstehung, Ästhetik und Rezeption ein.
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