Foto: Andreas Fux / Berlin / 1985 / Fotografie / Courtesy: Andreas Fux und KVOST, Berlin
Von Ende März bis Ende Juni wird in Berlin eine Ausstellung mit queerer Kunst gezeigt, unter anderem mit Werken von Toni Ebel, Andreas Fux, Harry Hachmeister, Jochen Hass, Dorothea von Philipsborn, Erika Stürmer-Alex, Rita Thomas, Jürgen Wittdorf und Egon Wrobel.
Obwohl Homosexualität in der DDR nach und nach entkriminalisiert wurde, blieb sie gesellschaftlich und politisch stark stigmatisiert. Auch nach dem Mauerfall verbesserte sich die Lage für queere Künstler*innen nicht automatisch – viele gerieten sogar in Vergessenheit. Heute wächst das Interesse an DDR-Kultur ebenso wie an queeren Lebensrealitäten. Doch die Verbindung dieser beiden Perspektiven – queeres Leben und künstlerisches Schaffen in der kommunistischen Diktatur – ist bis heute wenig erforscht.Die Ausstellung „QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“ und ihr umfangreiches Begleitprogramm rücken queere künstlerische Positionen aus der DDR in den Fokus. Anhand der vielschichtigen Lebensgeschichten von neun Künstler*innen und ihrer Arbeiten – von Malerei über Skulptur und Keramik bis zu Fotografie – zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich sie auf die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Zeit reagierten. Dabei geht es vor allem um die Frage: Wie beeinflusste ihre sexuelle Orientierung ihre Kunst und ihre beruflichen Chancen?
Anmerkung: Der Begriff „queer“ wird in der Ausstellung genutzt, obwohl er in der DDR so nicht existierte. Er dient als zeitgemäßer Sammelbegriff für alle, die sich jenseits der Kategorien „schwul“ und „lesbisch“ verorteten.
28.3. – 28.6., „QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“, Ausstellungsorte: KVOST / Leipziger Str. 47, 10117 Berlin, nGbK / Karl-Liebknecht-Str. 11/13, 10178 Berlin, Mitte Museum / Pankstr. 47, 13357 Berlin, Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Leipziger Str. 54, 10117 Berlin
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