Fotos: rsb, M. Rädel
Die Nachricht von seinem Tod erschütterte die Berliner Klubszene, obwohl Bob Young selbst seit einigen Jahren keine Partys mehr veranstaltet hatte. Veranstalter*innen und Künstler*innen brachten gleichermaßen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck und erinnerten an die gemeinsame Zeit mit ihm.
Etwa um die Jahrtausendwende und bereits in den 1990er-Jahren erlebte Bob Young seine erfolgreichste Zeit. Mit dem 1989 eröffneten Klub 90 Grad und später mit der Partyreihe „GMF“, die unter anderem im Café Moskau am Alexanderplatz stattfand, prägte er das Berliner Nachtleben nachhaltig. Vor allem die ab 1996 veranstalteten sonntäglichen „GMF“-Partys mit House und Pop zogen ein internationales Szene-Publikum in die Mitte Berlins. Am 22. Juli soll, wie uns Insider berichteten, in Clärchen Ballhaus an den im Juni verstorbenen Partyveranstalter erinnert werden. Diese Gedenkveranstaltung ist allerdings ausschließlich für geladene Gäste vorgesehen.
Aber auch die LGBTIQ*- und Klub-Community erhält die Möglichkeit, sich von Bob Young zu verabschieden – und wie es sich für einen Mann seines Fachs gehört: auf einer Party. Am 2. August soll im Weekend Club mit zahlreichen DJs gefeiert und zugleich an Bob Young erinnert werden. Denn auch im Weekend Club feierte Bob Young einst legendäre „GMF“-Erfolge. Erwartet werden und angefragt wurden wohl für diese Nacht im August unter anderem Gloria Viagra, WestBam, Barbie Breakout (kleines Bild links) und Paul van Dyk. Es dürfte ein Abschied ganz in seinem Sinne werden: mit House, Tanz und den Menschen, die das Berliner Nachtleben über Jahrzehnte geprägt haben. Danke für alles, Bob!
Update: Am 22.7. wird um 10 Uhr im Alten St.-Matthäus-Kirchhof (Großgörschenstraße 12 – 14, Berlin) eine Andachtsstelle zum Ort des Gedenkens an den Veranstalter. Bob Young selbst wird in den USA beigesetzt.
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