Foto: M. Rädel
Am Sonntag, dem 17. Mai, dem IDAHOBIT, wird um 11 Uhr die Einweihung einer neuen Grab- und Gedenkstätte für die LGBTIQ*-Community auf dem Alter St.-Matthäus-Kirchhof feierlich (und vielleicht auch bunt) begangen.
🏳️🌈 Mit dieser neuen Stätte entsteht auf dem Gelände der Evangelischen Kirche in der Großgörschenstraße 12 – 14 in Schöneberg ein Ort, der sich dem heteronormativen Charakter von Erinnerung widersetzt. Er will und wird queere Lebensgeschichten bewahren, ihnen Dauer verleihen, wo sie allzu oft ausgelöscht wurden. Zugleich eröffnet er einen Raum für Trauer – und für ein Gedenken, das nicht im Privaten verharrt, sondern sichtbar wird als gesellschaftliche Praxis. In einer Zeit, in der Ausgrenzung neue Formen annimmt, setzt dieser Ort ein leises, aber unübersehbares Zeichen gegen das Vergessen.
Die Zeremonie der Schwulenberatung Berlin umfasst eine Kranzniederlegung im Andenken an jene Queers, die Opfer von Hass und Gewalt wurden; ein Ritual, das nicht nur der Vergangenheit gilt, sondern auch die Gegenwart befragt. Dass die Einweihung auf den 17. Mai fällt, den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, verleiht dem Geschehen eine zusätzliche Dimension. Weltweit wird an diesem Datum um Anerkennung gerungen; hier erhält dieser Anspruch eine konkrete, ortsgebundene Form – als Erinnerung, als Mahnung, als Beharren auf Würde. www.zwoelf-apostel-berlin.de
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