Foto: David Renz
Noch bis zum 16. August können Besucher*innen in der St.-Johannes-Kirche in Köln-Deutz mehr über das oft vergessene Leid der LGBTIQ*-Community erfahren, die sich verstecken musste und oft genug umgebracht wurde.
Die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933 – 1945“ knüpfte in ihrem Entstehungsjahr an das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag an, bei dem erstmals die queeren Opfer im Fokus standen. Sie ist in fünf Themeninseln aufgeteilt, die die damalige Zeit mit unterschiedlichen Schwerpunkten nachzeichnen.
1. Zerschlagung der queeren Infrastruktur (Schließungen von Lokalen, Einstellung von Zeitschriften, Selbstauflösung von Vereinen, Zerschlagung von Freund*innenkreisen, Institut für Sexualwissenschaft von Dr. Magnus Hirschfeld)
2. Ausgrenzung und Entgrenzung (Gesellschaftliche Ächtung, Willkür und Terror, Fangnetze des Rechts)
3. Selbstbehauptung und Eigensinn (Netzwerke, Maskierungen, Flucht in den Tod, Emigration)
4. Haftgründe und Haftorte (Gefängnis und Zuchthaus, Konzentrationslager, Ausschluss aus der Volksgemeinschaft)
5. Leben nach 1945 (Opfer unter Vorbehalt, Diskriminierung und Verfolgung, Emanzipatorische Neuanfänge, Handlungsräume)
Am 9. Juli wird sie um 18:30 Uhr, auch offiziell eröffnet. Dabei wird neben Pfarrer Tim Lahr (Queere Kirche Köln) auch die Kölner Bürgermeisterin Derya Karadag sprechen. Der geschäftsführende Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Helmut Metzner, wird mit einem Grußwort in die Ausstellung einführen.
Foto: David Renz
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