Foto: www.peachykings.com
Schwule Sichtbarkeit hat viele Gesichter, und eines davon ist ausgesprochen maskulin. Eine Ästhetik, die Muskeln, Körperbehaarung, Leder, Pose und eine selbstbewusste, bisweilen geradezu überzeichnete Männlichkeit nicht versteckt, sondern zum eigentlichen Gegenstand der Kunst macht.
Genau dieser Variante queerer Bildsprache widmen sich die Peachy Kings aus den USA. Ihr Blick richtet sich insbesondere auf zwei Ikonen einer schwulen Kunstgeschichte, deren Einfluss bis heute nachwirkt: Bob Mizer und Tom of Finland. Beide Künstler haben das Bild des männlichen, begehrenswerten Körpers entscheidend geprägt – und dabei ausgerechnet jene Eigenschaften ins Zentrum gerückt, die lange Zeit tabu waren. Bei Bob Mizer wird der männliche Körper zum Bildobjekt, zur Inszenierung und zugleich zum Versprechen. Tom of Finland wiederum trieb die Fantasie von überbordender Maskulinität in eine unverwechselbare zeichnerische Sprache: breite Schultern, enge Hosen, Leder, Uniformen, selbstbewusste Posen – eine Welt, in der Männlichkeit nicht länger ausschließlich Norm und Herrschaftssymbol ist, sondern auch Gegenstand schwulen Begehrens.
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Peachy Kings knüpft an diese Tradition an, ohne sie bloß museal zu konservieren. Ihre Designs erinnern daran, dass queere Sichtbarkeit nicht auf eine einzige Ästhetik festgelegt werden kann. Sie darf verspielt, feminin, camp und glamourös sein – aber eben ebenso rau, körperlich, muskulös und demonstrativ männlich.
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Gerade in dieser Bandbreite liegt ihre kulturelle Stärke: Queere Kunst muss keine Vorstellung davon erfüllen, wie Sichtbarkeit auszusehen hat. Sie darf sich ihre eigenen Körper, ihre eigenen Helden und ihre eigenen Bilder von Begehren schaffen. www.peachykings.com
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WOOF: Der Begriff spielt mit dem englischen woof – dem Geräusch eines Hundes – und funktioniert ungefähr wie ein anerkennendes „Wow, heiß!“, „Lecker!“ oder „Was für ein Kerl!“.
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