Foto: AFP / John Macdougall
Regenbogenbak, CSD-Anschlag, Alfonso Pantisano
So sah die Bank einmal aus ...
Der queerfeindliche und islamistisch motivierte Anschlag beim CSD (wir berichteten) hat uns alle erschüttert. Es wurde ein Gedenkort geschaffen: ein Baum, eine Bank in Regenbogenfarben, Bilder, Flaggen, Bänder … Zeichen dafür, dass #mensch an die Verletzten und die Tote denkt. Nun wurde dieser Ort zerstört. Mutwillig, so scheint es.
Wir sind fassungslos! Und auch Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano zeigt sich auf Social Media erschüttert: „An genau diesem Ort raste der Attentäter mit einem Fahrzeug in Menschen und genau hier attackierte er viele Menschen mit einer Machete. Bei dem Anschlag am Abend des 25. Juli wurde eine Frau getötet, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. An genau diesem Ort haben wir in den Tagen danach gestanden, geweint, Blumen niedergelegt, Kerzen angezündet und versucht zu begreifen, was da eigentlich passiert ist. Ganz im Ernst: Was stimmt mit Menschen nicht?“
Die Regenbogenbank am Ort des Geschehens wurde nach Angaben der Polizei so stark zerstört, dass sie nicht mehr repariert werden kann. „Die Bank werde abgebaut, weil sie so stark beschädigt wurde, dass sie nicht repariert werden kann“, sagte eine Polizeisprecherin den Kolleg*innen des Tagesspiegel auf Anfrage. Nach ihren Angaben wurde bei der Zerstörung massive Gewalt angewendet. Die Polizei prüft nun, ob weitere Bänke im Tiergarten beschädigt wurden. Das Grünflächenamt hatte die Schäden am Dienstagmorgen bemerkt und der Polizei gemeldet. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wurde aufgenommen. Wer für die Beschädigung verantwortlich ist, ist bislang unklar. Der Gedenkort war erst wenige Wochen zuvor neu gestaltet worden. Das Bezirksamt Mitte hatte dort am 6. August einen neuen Baum gepflanzt und eine Bank in Regenbogenfarben aufgestellt. Gemeinsam mit Bildern, Bändern und weiteren Zeichen des Gedenkens sollte der Ort an die Opfer und Verletzten des Anschlags erinnern. Bei dem Anschlag am Abend des 25. Juli wurde eine Frau getötet, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Ort war in den Tagen danach zu einem Platz der Trauer geworden. Menschen legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an und gedachten der Betroffenen. Dass nun ausgerechnet dieser Ort beschädigt wurde, sorgt für Bestürzung. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.