Foto: Ketut Subiyanto, pexels.com, gemeinfrei
Beziehung zu leben ist schön, aber nicht immer einfach. Auch wenn das Geheimnis jeder Beziehung das Gemeinsame ist, kann genau das auch zum Fallstrick werden, wenn sich zum Beispiel der Alltag einschleicht. Unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliches Verständnis von Nähe und Distanz bis hin zur Eifersuchtsind Themen, die für Reibung sorgen können. Dazu kommen so alltägliche Dinge wie der ständige Blick aufs Smartphone, was viele Partner:innen stört, weil sie sich vernachlässigt fühlen.
Überhaupt ist mangelnde Kommunikation offenbar das größte Problem innerhalb einer Beziehung: Wenn das, was stört, zu lange unausgesprochen bleibt, staut sich Ärger auf und wird zu Frust. Bricht dann der Damm, erscheint das für die andere Seite oft wie aus heiterem Himmel – und kann dann auch nur schwer wieder aufgefangen werden.
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Team der Frankfurter Paar-, Ehe- und Sexualberatung im Haus der Volksarbeit. Im November lädt der Verein zu den „Frankfurter Paartagen“ – zwei Wochen mit Vorträgen, Workshops und Unterhaltsamen, mit anregenden Themen, für die man im „Beziehungsalltag“ oftmals wenig Zeit findet – und für Paare, die Lust haben, gemeinsam etwas Neues zu entdecken.
Foto: Ketut Subiyanto, pexels.com, gemeinfrei
Das Programm ist abwechslungsreich und eröffnet neue Perspektiven: Zum Beispiel dass Eifersucht nicht nur zerstörerisch wirken kann, sondern auch eine Chance bietet, die Spannung in einer Beziehung zu halten.
Ein weiterer Vortrag beschäftigt sich mit Paaren, die aus dem beruflichen Leben in den Ruhestand wechseln – eine neue Situation, wenn man plötzlich so viel Zeit füreinander hat. Andere Kurse sind ganz praktisch: Paar-Yoga, Tango tanzen oder – man staunt – Seilspringen.
Einer der Workshops richtet sich speziell an queere Menschen. „Mit diesem Workshop möchten wir zum einen nochmal deutlicher signalisieren, dass unsere Stelle für alle Menschen offen ist“, sagt Sylvia Mosler vom Verein. „Für queere Beziehungskonstellationen ist ein eigenes Format passend, um miteinander in Reflexion und Austausch zu kommen“, so Mosler weiter.
Maike Erdt und Linda Römermann vom Verein möchten in ihrem Workshop „Queere Liebe. Eigene Wege“ queere Beziehungskonstellationen in den Blick nehmen. Für viele Queers ist die Beziehung eine Möglichkeit, Gemeinschaft jenseits traditioneller Vorstellungen und Rollenbilder zu leben – was ohne Role-Models schwierig sein kann. Im Gespräch kann man anschauen, was man selbst bewahren, hinterfragen oder gemeinsam neu erfinden kann.
Die Workshops der Paarwochen richten sich genau wie generell alle Angebote des Vereins an alle Paare, egal ob verheiratet oder nicht, unabhängig von Nationalität, Religion oder sexueller Identität. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, für einige der Veranstaltungen wird um vorherige Anmeldung bis spätestens 17. Oktober gebeten.
2. – 16.11., Frankfurter Paartage, alle Infos und das komplette Programm über frankfurter-paar-tage.de