Foto: M. Rädel
Am 13. Juni feiert der „Pride Friedrichshafen“ queere Vielfalt am Bodensee. Davor und danach kann #mensch hier zudem die schöne Natur genießen.
Genau dort, wo viele Menschen ihre Ferien verbringen, wo sich die Alpen im glitzernden Wasser des Bodensees spiegeln und die Wälder sanft im Wind rauschen, gibt es auch queeres Leben. Zwischen Uferpromenade, Segelbooten und Postkartenidylle kämpfen auch hier Menschen für Akzeptanz, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe. Und feiern zusammen das Erreichte!
Vielfalt macht macht stark. Die ehemalige Zeppelin- und heutige Universitätsstadt Friedrichshafen setzt dafür seit einigen Jahren ein deutliches Zeichen. Mitten in einer Region, die viele vor allem mit Natur, Erholung und Tradition verbinden, hat sich ein CSD etabliert, der queere Sichtbarkeit an den Bodensee bringt. Am kommenden Samstag wird die Stadt (mit schwulem Oberbürgermeister Simon Blümcke) erneut zur Bühne für Vielfalt, Solidarität und Lebensfreude: Beim „Pride Friedrichshafen“ ziehen Menschen durch die Straßen, feiern ihre Identität und machen zugleich auf die Anliegen der LGBTIQ*-Community aufmerksam. Denn Sichtbarkeit ist keine Selbstverständlichkeit – auch nicht in landschaftlich so reizvollen Gegenden. Gerade dort, wo queeres Leben oft weniger wahrgenommen wird als in den großen Metropolen, sind Veranstaltungen wie der CSD von besonderer Bedeutung. Sie schaffen Begegnungen, bauen Vorurteile ab und zeigen: Queere Menschen gehören selbstverständlich zur Mitte der Gesellschaft – auch am Bodensee, zwischen Alpenpanorama und Uferpromenade. So verbindet der „Pride Friedrichshafen“ auf besondere Weise das Schöne mit dem Wichtigen: ein buntes Fest der Gemeinschaft vor einer der eindrucksvollsten Kulissen Deutschlands und zugleich ein klares Bekenntnis zu Offenheit, Respekt und Vielfalt.
Wofür steht der Christopher Street Day (CSD)? Mit Paraden, Demonstrationen und Straßenfesten erinnert die LGBTIQ*-Community jedes Jahr weltweit an die Ereignisse in der Christopher Street in New York im Jahr 1969. Auslöser waren die sogenannten Stonewall-Aufstände: Nachdem sich queere Menschen in der Bar „Stonewall Inn“ gegen wiederholte Polizeirazzien zur Wehr gesetzt hatten, entwickelten sich tagelange Proteste. Diese gelten heute als Wendepunkt der queeren Emanzipationsbewegung und bilden die Grundlage für die CSD-Feierlichkeiten, wie wir sie heute kennen. Gerade in Zeiten erstarkender rechter Kräfte und homophober Jungmachos sind diese heute genauso wichtig wie damals!
13.6., „Pride Friedrichshafen“, Franziskusplatz am Stadtbahnhof, Friedrichshafen, Start gegen 13:30 Uhr, www.instagram.com/csd_friedrichshafen
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