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Reizüberflutung, schwindende Sicherheiten und eine Dauerpräsenz negativer Nachrichten hinterlassen viele Menschen überfordert, erschöpft und isoliert. Und viele queere Menschen erleben bis heutezudem ein widersprüchliches Spannungsfeld: Sie sind sichtbar, reflektiert und gesellschaftlich engagiert – und fühlen sich dennoch innerlich erschöpft oder blockiert.
In einer weiterhin stark normativen Umwelt bedeutet es für viele Queer, dauerhaft Energie darauf zu verwenden, sich zu erklären, einzuordnen oder anzupassen. Psychologisch lässt sich dabei ein wiederkehrendes Muster beobachten: Um Unsicherheiten zu kompensieren, entwickeln Betroffene häufig ein hohes Maß an Selbstkontrolle. Was zunächst Stabilität verspricht, wird langfristig jedoch zur Belastung – und kann in Erschöpfung oder innerer Leere münden. Genau diesem Mechanismus widmet sich die Diplom-Psychologin Prof. Dr. rer. nat. habil. Eva Asselmann in ihrem neuen Buch „Too Much. Warum wir Kontrolle suchen – und Kraft im Loslassen finden“. Dabei zeigt sie, weshalb der Versuch, Kontrolle zurückzugewinnen, Überforderung oft noch verstärkt – und wie stattdessen Klarheit, Handlungsspielraum und Vertrauen wachsen können.
In ihrem gerade erschienenen Buch macht die Psychologin deutlich, warum nicht Kontrolle, sondern Selbstwirksamkeit – der Glaube an die eigene Fähigkeit, Herausforderungen erfolgreich zu meistern und Ziele zu erreichen, indem man das eigene Handeln effektiv einsetzt – der entscheidende Hebel ist, um auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben und im Einklang mit sich selbst zu handeln. www.dtv.de/buch/too-much
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