Heute erscheint „Mit Wittgenstein in der Schwulensauna“ ein über 190 Seiten starkes Buch, das sich mit Aspekten schwulen Lebens im heutigen Mitteleuropa beschäftigt.
Dabei werden nicht nur der 1951 verstorbene Philosoph Ludwig Wittgenstein („Tractatus logico-philosophicus“), sondern auch der Soziologe Didier Eribon („Rückkehr nach Reims“), der Schriftsteller Claudio Magris („Die Welt en gros und en detail“) und viele andere für den 1988 geborenen Autoren Vratislav Maňák zu Weggefährten, wenn er männliche Homosexualität im gegenwärtigen Mitteleuropa erkundet und zu ihren sexuellen Ursprüngen zurückkehrt. Mit feinem Gespür entfaltet Vratislav Maňák ein vielschichtiges Bild schwuler Lebenswelten jenseits gängiger Klischees und öffnet in seinen Essays Räume, in denen Identität, Begehren und Kultur neu gedacht werden können.
Vratislav Maňák zeigt, dass Themen, die häufig dem Leben schwuler Männer zugeschrieben werden, auch Erfahrungen der Mehrheitsgesellschaft berühren. Was macht das Überschreiten von Verboten so verführerisch? Wie nehmen wir unseren Körper wahr? Und wo enden die Gewissheiten von Männlichkeit?
In seinen Texten zwischen soziologischer Reportage und literarischem Essay erkundet er Fragen von Begehren, Körperlichkeit und Männlichkeit. Maňáks Erkundungen führen ihn dabei an Orte schwuler Kultur – unter anderem nach Berlin (großes Bild ganz oben), Wien und Budapest.
Vratislav Maňák: „Mit Wittgenstein in der Schwulensauna“ (ISBN 978-3-7920-0243-8), karl-rauch-verlag.de
Wir sind auch auf Instagram:
