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Teenager
Das Jugendnetzwerk Lambda e.V., die bundesweite Selbstorganisation von und für junge queere Menschen, sieht seine Zukunft gefährdet. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat, so Lambda, die bestehende Rahmenvereinbarung mit dem Verband zum Jahresende gekündigt. Damit droht der Wegfall einer zentralen Finanzierungsgrundlage, die die Arbeit des Verbandes seit Jahrzehnten trägt.
Lambda wurde 1990 in Ost-Berlin gegründet und setzt sich seit mehr als 36 Jahren für die Interessen queerer junger Menschen ein. Die Jugendverbandsarbeit wird seit der Gründung maßgeblich aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) finanziert. Nach Angaben des Bundesvorstands kam die Kündigung der Rahmenvereinbarung unerwartet.
„Vor wenigen Tagen hat uns die Kündigung unserer Rahmenvereinbarung zum Jahresende erreicht. Diese Nachricht kam für uns völlig überraschend, denn die Sachberichte der vergangenen Jahre wurden ohne Beanstandungen geprüft. Unsere Arbeit wurde immer wieder fachlich anerkannt und gelobt“, erklärt der Bundesvorstand.
Nach eigenen Angaben bietet Lambda bundesweit Fach- und Peer-Beratung, Bildungs- und Empowerment-Angebote, internationale Jugendbegegnungen sowie politische Interessenvertretung an. Zudem begleitet und qualifiziert der Verband Ehrenamtliche. Über die Jahre habe sich Lambda zu einer wichtigen Anlaufstelle für queere Jugendliche entwickelt, die Unterstützung, Gemeinschaft und Möglichkeiten zum gesellschaftlichen Engagement suchen. Besonders besorgt zeigt sich der Verband angesichts der steigenden Zahl junger Menschen, die sich in akuten Krisensituationen an die Beratungsangebote wenden. „Unsere Beratungsanfragen nehmen kontinuierlich zu. Ebenso steigt die Zahl der Jugendlichen, die sich mit akuten Krisen an uns wenden. Immer häufiger geht es dabei um Themen wie Suizidalität, selbstverletzendes Verhalten oder Gewalt in der Familie“, so der Bundesvorstand. Welche konkreten Folgen die Kündigung der Rahmenvereinbarung für die Arbeit des Jugendverbands haben wird, ist derzeit noch offen. Nach Darstellung des Verbands steht jedoch ein erheblicher Teil der bisherigen Finanzierung auf dem Spiel. Lambda kündigt an, sich für eine Fortsetzung der Förderung einzusetzen und seine Angebote für queere junge Menschen nach Möglichkeit zu erhalten. lambda-online.de
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