Foto: © Jugendnetzwerk Lambda e.V.
Unter dem Leitgedanken „Wir sind gekommen, um zu bleiben“ soll die jüngst gegründete Jugendstiftung dazu beitragen, die Selbstorganisation junger Queers auch für kommende Generationen zu sichern. Hier erfährst du mehr.
„Eine einzige politische Entscheidung (wir berichteten, Anm. d. Red.) bedroht gerade die Existenz unseres Jugendverbands. Genau deshalb müssen wir jetzt Maßnahmen ergreifen, um dafür zu sorgen, dass queere Jugendarbeit künftig nie wieder in diesem Ausmaß gefährdet werden kann. Wir sind gekommen, um zu bleiben!“, so der Vorstand des Jugendnetzwerks Lambda via E-Mail an uns. Die Entscheidung für die Stiftung sei bereits im vergangenen Jahr auf der Mitgliederversammlung des Jugendnetzwerks gefallen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie langfristig Strukturen geschaffen werden können, die queeren jungen Menschen eigene Räume, politische Selbstvertretung und die Umsetzung eigener Projekte ermöglichen.
Darum geht es: Das Bundesjugendministerium hat die bestehende Rahmenvereinbarung des Verbands zum Jahresende gekündigt. Damit entfällt ab 2027 die zentrale Strukturförderung. Für eine über Jahrzehnte gewachsene bundesweite Jugendverbandsstruktur entsteht dadurch eine erhebliche Finanzierungslücke. Die Gespräche mit dem Bundesministerium dauern an. Gleichzeitig werden Möglichkeiten einer Projektförderung konkreter. Für Lambda ist jedoch klar, dass Projektmittel die bisherige Rahmenförderung nicht ersetzen können. Während Projektförderungen einzelne, zeitlich und inhaltlich begrenzte Vorhaben finanzieren, schafft eine Rahmenförderung die grundlegenden Strukturen, auf denen diese Projekte überhaupt aufbauen können. Die Stiftung soll damit auch vor dem Hintergrund der aktuellen finanziellen Unsicherheit dazu beitragen, die langfristige Arbeit für und mit queeren jungen Menschen abzusichern und ihnen dauerhaft Räume für Selbstvertretung und eigene Projekte zu ermöglichen. lambda-online.de/unterstuetzen/jugendstiftung-lambda
Wir sind auch auf Instagram:
