Foto: Salzgeber
In ihrem zweiten Spielfilm nach „The Violators“ interessiert sich die Autorin und Regisseurin Helen Walsh für die Risse in einem Leben, das nach außen festgefügt wirkt. Ab dem 5. November ist „On the Sea“ im Kino zu erleben.
Ruhig, ruhiger, Jack. Der Naturbursche lebt für die Arbeit. Als Muschelfarmer hält er gemeinsam mit seiner Frau Maggie den Familienbetrieb an der rauen Küste Nordwales am Laufen – mit harter Hand, eiserner Disziplin und jener stoischen Selbstverständlichkeit, mit der manche Menschen ihr eigenes Leben organisieren, ohne je wirklich danach zu fragen, ob es auch das Leben ist, das sie wollen. Dann taucht Daniel auf, ein junger Deckhelfer, der Jack ziemlich unmissverständlich zu verstehen gibt, dass er ihn attraktiv findet. Und plötzlich gerät etwas in Bewegung, das Jack jahrelang erfolgreich verdrängt hat. „On the Sea“ erzählt von einem Mann, der gelernt hat, Gefühle wegzuschließen, bis er irgendwann nicht mehr weiß, was eigentlich hinter dieser Tür liegt. Daniel wird dabei weniger zum romantischen Ausweg als zum Auslöser einer ziemlich unbequemen Frage: Wer wäre Jack, wenn er einmal aufhören würde, der zu sein, den alle von ihm erwarten?
Foto: Salzgeber
Die Regisseurin erzählt davon mit großer Ruhe und einem feinen Gespür für die Widersprüche ihrer Figuren. Es geht um Männlichkeit, um die Orte, die uns formen, und um Wünsche, die sich nicht einfach wegdisziplinieren lassen. Vor allem aber geht es um den Moment, in dem man sich selbst nicht länger ausweichen kann. „On the Sea“ ist ein stiller, erwachsener Liebesfilm, ein Film, der berührt! Der Trailer ist unser Video des Tages. Am 2. November wird der Film im Berliner Kino International exklusiv in Anwesenheit von Darsteller Lorne MacFadyen präsentiert.
Mit dem Klick auf das Video stimmst Du diesen Datenschutzbestimmungen von YouTube zu

